Gute Nacht
Wednesday, November 1. 2006
Jetzt ist es Mittwoch, kurz nach vier (nachts!). Nachdem der Tag voller Sand im Getriebe war (Sonnenscheins Anruf gehörte zu den guten Körnchen
) und nichts so lief wie es laufen sollte, fuhr ich am frühen Abend zum Brings-Konzert mit ungepackten Koffern.
Zur Erinnerung: Abends Brings, morgens Abfahrt zur Messe "Kreativwelt Wiesbaden". Irgendwie wollte mir das Konzert diesmal nicht so recht gefallen, ich vermute es lag an der drangvollen Enge des Konzertsaales. Am Rande bekamen wir mit, dass eventuell im nächsten Jahr eine grössere Halle gesucht wird für das Brings-Halloween-Konzert. Wenn nicht, dann gehe ich auf keinen Fall hin. Im letzten Jahr fand das besondere Konzert zum erstem Mal statt, quasi als "Test" und war deutlich weniger besucht. Zum Glück.
Aber nach einem stressigen Tag und in Anbetracht einer bevorstehenden Nacht mit Packen und Räumen habe ich mir ein T-Shirt gegönnt, das ich schon vor einem Jahr im Auge hatte. An einem Verkaufsstand konnte man Fan-Artikel erwerben. Ich würde mich nun nicht gerade als Brings-Fan bezeichnen, aber eins meiner Lieblingslieder ist von Brings: Superjeile Zick. (Wer das nicht versteht darf fragen) Ich finde das Shirt auch "jeil", seht selbst:

Gegen halb 2 waren wir dann wieder daheim. Mein Töchterlein natürlich noch wach. Na dann kann sie ja mal eben mein- heute auf die Schnelle beendetes- Kleid knipsen. Also schnell übergezogen, schwarzen Rock drunter und tadaaaaaa:

Ich finde ja, man sieht nun gnadenlos, dass ich seit Ostern 5 Kilo zugelegt habe. Der schwere Wollstoff zieht auch das Kleid sehr nach unten, was die ohnehin kümmerliche Oberweite noch mehr plättet, seufz. Und ich muss zugeben, dass mein Engermachen keine gute Idee war. Nun sitzt es obenrum arg stramm, selber schuld.
Aber witzig finde ich, dass das Kleid sogar perfekt zu meinem neuen Brings-Shirt passt, hehe. Die Farben sind wieder recht schlecht, unten künstlich aufgehellt, damit man überhaupt was von dem vorne kürzeren Saum sieht. Ich erinnere daran, dass ich in ca. 3 Stunden zur Messe aufbrechen muss, Zeit für bessere Fotos habe ich nicht. Nach Sonntag mache ich dann mal schöne Fotos, und mit mehr Stylings.
Das Wollkleid
Monday, October 30. 2006
So ihr Lieben!
Ich habe ja nun schon mehrfach mein "grünes Wollkleid" erwähnt. Es gehört zu dem aktuellen Projekt "Princess for all days", welchem ich noch den Zusatz "1" geben möchte, da dieses Thema für mich zeitlebens nicht beendet sein wird, und es hoffentlich noch weitere Ausgaben geben wird.
Die Geschichte des grünen Wollkleides begann an zwei Orten: Dem Forum der Hobbyschneiderin, wo ich ein Kontingent von 12 alten Burdas ergattern konnte, und zum anderen in einem Solinger Stoffgeschäft, welches wegen Umzug einige Schnäppchen für mich hatte. Der grüne Wollstoff war spottbillig, nur leider recht knapp bemessen. 2,30 Meter waren nur noch übrig. Bei dem Preis (wenn ich mich recht erinnere waren es 2 oder 3 Euro der Meter) hätte ich auch den ganzen Ballen gekauft.
Der Stoff fiel mir in die Hände, kurz nachdem ich die Burda 10/99 in dem 12er Paket in die Finger bekam. Ich habe dort ein Kleid gesehen, mit dem mich Liebe auf den ersten Blick verband, und der grüne Stoff war der ideale Partner für dieses Kleid. Ich finde, das Kleid hat was mittelalterliches, wenn auch mit einem absolut simplen Schnitt! Durch die Länge und Wahl des Materials und der Accessoires kam schon bei Burda dieser ganz spezielle Look mit einer Mischung aus Tradition und Moderne zustande. Seht selbst:

Nur leider war mein Stoff exakt 50 cm zu kurz! In meinem übergroßen Optimismus habe ich dann den Schnitt aus dem Heft kopiert. Dabei habe ich zum ersten Mal die Nahtzugaben gleich drangezeichnet, wie wir es von den Schnitten aus Amerika kennen.
Wenn ich alles gleich mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneide, UND an meiner NäMa diesen Abstand mit Klebeband markiere.... dann spare ich mir das Markieren der Nahtlinien mit Kreide UND das mühsame Stecken mit steter Kontrolle, ob die Nahtlinien denn auch brav aufeinander treffen.
Auch hier kam der allerletzte Anstoß von Sonnenschein: In ihrem Blog hatte ich gesehen, dass der Burda-Maßschnitt ebenfalls mit bereits angezeichneten Nahtzugaben geliefert wurde! Weiter so, Burda!
Ich habe also den von mir abgeänderten Papierschnitt auf meine 2,30 Meter Stoff gelegt. Klar war der zu kurz! Da kam mir in den Sinn, dass ich in letzter Zeit schon oft diese "mittelalterlichen" Kleider gesehen hatte, bei denen der vordere Saum um einiges kürzer ist, und der hintere in einer Schleppe ausläuft. Jau! Das wollte ich! Und ganz nebenbei kann man dabei 50 cm Stoff einsparen. ![]()
Gedacht-getan! Ich hab dann den- zu langen- Schnitt auf den Stoff gelegt und alles so lange hin- und hergeschoben, bis der gekürzte Saum auf den Stoff passte. Gar nicht so einfach bei 5 fast körperlangen Schnitt-Teilen, denn trotz Verlängerung gibt mein Küchentisch nie die benötigte Länge für lange Kleider her (Sponsor für Nähzimmer gesucht) Also schieben, schieben, schieben.
Da der Stoff ja so wenig gekostet hatte, konnte ich danach beherzt drauflosschnippen. Sah auch gut aus. Bei der Anprobe war ich über die Passform enttäuscht. Sooo weit sollte das Kleid ausfallen? Ich hatte alle Masse besonders sorgfältig abgenommen. Im Nachhinein denke ich, das Kleid soll wirklich recht schlabbrig fallen... aber ohne mich. Also alles wieder enger gemacht. Was ich absolut hasse bei Wiener Nähten. Was man am Stoff ändert und hernach auf den Papierschnitt überträgt, ergibt beim Futter- den man ja dann nach dem geänderten Schnitt näht- eine völlig andere obere Kante. Besser kann ich das nicht erklären. So richtig verstehen tue ich es auch noch nicht, da es mir bisher erst 2 mal passiert ist. Ich lerne das noch.
Also Papierschnitt geändert. Ich pfeiff auf die Bequemlichkeitszugaben:

Wie man sieht habe ich an der hinteren Mitte recht viel weggenommen. Sehr gut könnt ihr hier auch die angezeichneten 1,5 cm sehen, die meine nahtzugabe sind.
Weiter gings mit dem Futter-Zuschnitt. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch ein Bild von den abgeschnittenen Säumen gemacht. Vorne kurz-hinten lang... das war doch mal ein sehr beliebter Männerhaarschnitt in den 80ern, oder? ![]()

Typisch ich: Das dritte Teil was da jetzt fehlt, habe ich schon verschlampt...
Ich habe alle auseinandergeschnittenen Teile markiert, damit ich sie später wieder zusammensetzen kann, um das Kleid in "normaler" Länge zu nähen. Bei der vorderen Mitte ist mir mal wieder ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen: Ich wollte eine Schräge in den Saum des vorderen Mittelteils einbauen... leider falsch rum. das sah sehr komisch aus, der spitze Zipfel in der Mitte, weil der Saum zur Mitte länger wurde (da das Schnittteil ja halbiert ist, wird aus einer verkehrten Schräge dann eine Spitze)
Zähneknirschend habe ich das dann begradigt... wieder ein paar Zentimeter verloren. Aber im Nachinein finde ich es sogar besser.... das passiert mir oft: Gutes Gelingen aus Versehen. (Bob Ross nannte das immer einen "Happy Accident")
Heute habe ich dann endlich das ganze Gefummel zusammengenäht, Futter mit Wolle. Der Ausschnitt ist unter aller Kanone geworden. Wenn ich den Anblick nicht ertrage, kommt eine Borte drüber. Das ist dann wieder so ein Happy Accident *lol*
Genug gelabert: Ich habe ein erstes Foto für euch. Die Ärmel müssen noch verstürzt werden (wenn ich weiß wie ich das am einfachsten machen soll) und der Reißverschluß muss noch rein, was auf meiner Liste der verhassten Arbeiten ganz oben steht. Theoretisch komme ich auch ohne RV rein, aber wie wieder heraus? Also muss ich da wohl durch.
Was ich mit dem Saum mache, weiß ich noch nicht. Ich muss erst mal drüber schlafen. Da der Wollstoff sehr dick ist, und mir der schöne glatte Fall des einlagigen, also nicht umgenähten Saumes im Moment gut gefällt, dachte ich "Hey, warum nicht mal diese schreckliche "offenkantige" Verarbeitung ausprobieren?" Ich habe den Stoff auch nicht an den Nahtzugaben abgekettelt, da franst nichts. (Der Futterstoff hingegen franste auf dem Weg vom Zuschneidetisch zur Overlock!!!)
Also lasse ich den Saum vielleicht sogar kackfrech unbearbeitet. An den Nahtzugaben ein paar Sicherungsstiche, den Futtersaum nochmal gleichmässig abgekettelt, fertig. Mal sehen.
Hier meine erste Version des "grünen Wollkleides", es ist sehr schlicht und soll es auch sein. Dazu kommen dann später Mantel, Bluse und mehr. Da ich ein ähnliches Kleid als Druiden-Verkleidung im Larp habe, weiß ich, dass ein solches Kleid mit darunter getragenen langärmligen schwarzen T-Shirt super aussehen (ich hatte es auf der Spielemesse bereits ausprobiert) Außerdem erwarte ich mir ungeahnte Styling-Möglichkeiten durch den vorne kürzeren Saum: Mit meinem Spitzen-Rüschen-Glitzer-Rock darunter wird es romantisch, mit einem einfachen, glatten Rock sehr puristisch, und- wenn ich gar die geplante lange, weite Hose darunter trage- sogar avantgardistisch.
Die Farben des Fotos sind grottig. Mit Blitz und einem Stoff, der Licht aufsaugt, ging es nicht besser. Wenn ich es morgen fertig bekomme, liefere ich ein Foto mit Bärbel drin nach. Am liebsten würde ich schon mal ein paar Stylings ausprobieren, aber das wird wohl warten müssen, bis ich von der Kreativwelt in Essen zurück bin.

Grünes Sommerkleid 2
Friday, June 23. 2006
So, das gedachte Kleid ist real geworden.
Erst die Stoffsuche:
Ich kenne aus alten Zeiten den Stoffgroßhandel Buddeberg und Weck in Wuppertal. Da ich- wenn ich schon mal Stoff kaufe- gerne nicht unter 10 Meter bis ganze Ballen erwerbe, komme ich bei dem Großhändler ganz gut zurecht. Dort kann jedermann einkaufen, allerdings gibt es unter 6 Meter einen Mindermengenzuschlag... was mir ganz recht ist, denn Stoffgeschäfte müssen den Stoff ja mit Gewinn verkaufen, und als Ex-Ladenbesitzerin bin ich immer auf Seiten der Gewerbetreibenden!
Nun, ich habe auf 4 Etagen nichts, rein gar nichts passendes gefunden! Dann, in einer Grabbelkiste mit Seidenborten, sah ich diese umwerfende Borte, MEIN Wunschgrün mit Glitzersteinen, Pailletten und Metallstickereien..... leider sollte die Borte 16,50 Euro netto/Meter kosten.....jau. Haben will! Mitgenommen. (Am Ausgang fiel der Kassiererin dann auf dass die Verkäuferin sich im Preis geirrt hatte, die Borte kostet eigentlich 25 Euro netto!!!!!! Uff, ich habe sie für "nur" 16,50 bekommen)
OK, bei Buddeberg und Weck gibt es nette Leute und unfreundliche, aber auch bei den Grisgramen kann ich verstehen, dass Kunden wie ich denen nicht die Butter auf´s Brot einbringen. Also gehe ich hin, schlucke meinen Frust angesichts meiner Kleinkrämerei runter, zahle selbstverständlich höhere Preise als Gewerbekunden ABER habe 4 Stockwerke Auswahl.
Dennoch wurde ich zum ersten Mal in Puncto Stoff nicht fündig, lediglich die Borte ging als Ausgangsbasis meines geplanten Kleides mit nach Hause.
Dann hieß es warten, bis der Stoffdschungel in SG-Ohligs öffnet, Mittwoch vormittag also hingefahren und gleich meine Borte unter Herrn Bederkes Nase gehalten. Ach, ich liebe diesen Laden! Hier werden sie geholfen. Klar hatte er was passendes. Einen traumhaften lindgrünen Satin! (Von irgendeiner Firma die Abendkleidung daraus macht, also was für Bärbelchen) Und hat mir gleich noch schwarzen Lackstoff verkauft (wird ein Minirock, hehe) und beigen Shirtstoff für meine Millionen von geplanten Wickeltops.
Leute, der Stoffkauf war ja schon recht schwierig, aber ich habe 3 Tage lang Schnittmusterhefte gewälzt, Fertigschnitte durchwühlt, mindestens 3 Mal den kompletten Lutterloh durchgeblättert (ich habe leider noch lange nicht alles....) und sogar dran gedacht ein altes Kleid mit einem ähnlichen Schnitt zu zerschnippeln.
Das Schnittmuster, welches ich dann aus Lutterloh aufgestellt habe wurde wieder verworfen. Alle 2 Stunden lag ein anderer Schnitt auf der NähMa um dann wieder beiseite gelegt zu werden.
So viele Gedanken habe ich mir noch nie, niemals, niemals nicht um einen Kleiderschnitt gemacht.
Ist es denn so schwer, einen so simplen Schnitt zu finden?
Sogar des Nächtens habe ich meinen Mann beim Einschlafen genervt: Ich hätte den Schnitt vor Augen, er liegt mir quasi "auf der Zunge", aber wo nur? Die einzige Alternative, da ich den exakten Schnitt nicht finden konnte, lag darin, einen bestehenden Schnitt abzuändern. (@Sonnenschein: Der Schnitt, den Du vorgeschlagen hast, war fast perfekt, bis auf den angesetzten Rock, ich wollte keine Kräuselung)
Dafür kamen einige in Frage, doch dann habe ich mich als Ausgangsbasis für diesen Schnitt entschieden (für Link auf´s Bild klicken):
Wie ihr seht, ist im Brustbereich nix gerafft. Aber wozu ist der Abnäher da? Richtig: Um diesen in eine Raffung umzuwandeln! Weite muss eingehalten werden, ob mit Abnäher oder Kräuselung.
Aber guckt euch das Kleid mal in Großaufnahme an (im Link möglich)... seht ihr wie eng der Armausschnitt ist und der Träger meiner Ansicht nach viel zu weit im Armloch liegt? Also hab ich diesen um gut 2 cm nach innen versetzt (zum Glück)
Dann aus dem Abnäher eine schöne Rundung gemacht als einzuhaltende Kräuselung. hat auch super geklappt.
Nur....... seht ihr auch, wie VIEL ZU eng der Bereich ist, in dem der Träger auf das Oberteil trifft????? da ist eine Stelle, in der der Stoff sehr spannt. Und genau diese Stelle ist ZU ENG!
Ich muss das Kleid noch ein paarmal anziehen und dabei ganz intensiv drüber nachdenken, wie Burda es geschafft hat, diesen kleinen Bereich so eng zu schneiden, dass es den ganzen Schnitt verdirbt!
Nun, nebenbei habe ich den Schnitt in Größe 40 gemacht, und entgegen allen bisher gemachten Erfahrungen ist er allgemein ZU ENG.
Aber bevor ich einen Roman über den dummen Schnitt schreibe, schaut euch mein Ergebnis an. Leider konnte ich noch nicht meine Tochter heranziehen, ein anständiges Foto zu schießen, das reiche ich nach!
UND weil mein Selbstbildnis im Flurspiegel wie immer völlig untauglich ist, hab ich mal wieder meiner Puppe das Teil übergezogen, und wie immer sitzt es an ihr völlig bescheuert, sorry. Ich musste die Träger um ca 10cm kürzen, da bei dieser antiken Schneiderpuppe der Busen etwa dort sitzt, wo mein Schlüsselbein ist!


eROTisch?
Wednesday, June 7. 2006
Endlich hab ich mich über den roten Jersey hergemacht, den ich bei meinem letzten Stoffkauf im Solinger Stoffdschungel erstanden hatte. Damit wollte ich dieses Kleid nachnähen:
Das gefiel mir auf Anhieb, und sollte mein erster Schritt in die Wickel-Mode werden, die sich jetzt alle Welt näht. Es ist aus der Burda-Moden 05/2006, also schon lange überfällig ![]()
Nun, normalerweise nähe ich mir nichts genauso nach, wie es in der Vorgabe zu sehen ist. Wo bleibt da die Kreativität? Dann kann ich gleich bei
Otto einkaufen, ist billiger und geht schneller... Aber diesmal gefiel mir das Kleid in der Farbe rot so ausnehmend gut, dass ich im Stoffdschungel gezielt danach gesucht hatte.
Ich möchte ebenfalls das Wickelkleid aus der letzten Easy Fashion von Burda nähen, dieser Schnitt ist für feste Stoffe vorgesehen. Der rote Wickelkleid-Schnitt ist für elastische Stoffe, mich interessiert der Unterschied im Schnitt. Ich vermute, die Weite ist im elastischen Schnitt knapper bemessen, aber ich habe beide Schnitte zwar nun rauskopiert, aber noch nicht exakt verglichen.
Also gestern frisch ans Werk. Und geflucht.... Dieser schwere Jersey hat ja ein Eigenleben! Alles flutscht ständig weg und sogar beim Zuschneiden hatte ich Schwierigkeiten. Nadel in den Stoff zu stecken ist Geduldsarbeit und beim Nähen landeten die Schnitt-Teile mehr als einmal auf dem Boden.. so flutschig war das ganze Zeug! Grauslich...nie wieder!
Und dann dachte ich ja, so ein Jersey passt sich wunderbar an, also muss man nicht so genau auf die Paßform achten... nett, stimmt auch. Aber normalerweise möchte man, dass die Kleidung den Körper ein wenig formt, oder Vorzüge ins rechte Licht rückt. Aber dieser Jersey zeichnet jede noch so kleine Unebenheit nach, bis hin zum Slipgummi!!! Wer hat schon einen Body wie ein Supermodel? Ich hab dann einen Stretchmini drunter angezogen, der einiges an
Unebenheiten aufgefangen hat.
Dann kam der nächste Frust: Ich habe- wie für das Wickelkleid der Easy Fashion vorgesehen- den Bindegürtel durch ein offenes Stück Seitennaht geführt, das gefiel mir weit besser, als wie in der Burdamoden angegeben einen Druckknopf an beide Zipfel zu befestigen um es zu schließen. Aber da die untere Hälfte des Kleides nun erst ab der Seitennaht nach hinten herum führte, liegt die rechte Seite des Kleides nicht richtig am Körper. Und das sieht dann so aus wie rechts zu sehen.
Da ich ohnehin schon kaum Taille habe, frustriert mich dieser kleine Verlust der Paßform genau in der Taille doch sehr. In der Burda wurde das Kleid mit einem Bindegürtel, der allerdings keine Funktion ausser der Optik hatte, auf Taille gebracht. Manchmal sollte man sich doch an die Vorgaben halten, denn die Original-Version scheint Sinn zu machen, auch wenn der Bindeeffekt nur ein "Fake" ist.
Nun, das ganze Kleid wirft sowieso Falten an allen Ecken und Kanten. Meine mickrige Oberweite wird gnadenlos entlarvt, und in der Bauchregion...
na ja, ich habe meine Gymnastik schon viel zu lange vernachlässigt. ![]()
OK, vielleicht fallen mir in den nächsten Tag noch ein paar Meckereien über den Fummel ein. Ich hab es anbehalten und bin hoch erhobenen Hauptes damit zur Schule meines Jüngsten spaziert um den Mops abzuholen. Ich hätte auch einen Mondanzug tragen können, irgendwie bin ich mal wieder aufgefallen.
Ab und zu möchte frau mal sexy sein, gell? Auch wenn jede(r) die Speckfalten sehen kann, oder den dicken Pöppes, oder...oder...oder....
Und damit ihr auch wisst, wie das Ding im Ganzen aussieht, hier die Bilder meines jüngsten Neuzugangs in der Klamottenkiste.
Und weil ich diesen ganzen Frust mit ein bisschen Späßkes kompensiert habe, hier nun die Klamaukkiste (kleines Bild klickerdiklicken):
Und weil ich meiner Tochter das Originalbild in der Burda gezeigt hatte, haben wir aus Jux auch ein Bild gemacht, auf dem ich- wie die knuffige Dame im Heft- auch elegant ausschreite, denn ich vermute selbst Burda hatte Probleme das Fummelding ordentlich abzulichten! Und darum nochmal das Burda-Bild UND Bärbelchen im direkten Vergleich:

Und eins muss ich noch hinzufügen: Live sieht das Kleid besser aus! Und trägt sich sehr bequem (wenn man nicht grade den Bauch einzieht
Hot stuff
Sunday, May 28. 2006
Nach Vatertags-Komagrillen, Kinonächten, Schnellnähen und Technodisco bis zum Morgengrauen merke ich: Man ist nicht mehr so fit wie mit 20. Nun, das wisst ihr ja sowieso alle. Aber jede(r) macht es auf seine/ihre Weise durch, und jammern hilft bekanntlich.
Aber Aspirin sei Dank, ich hab es geschafft mein letztes Werk abzulichten.
Ich wollte schon seit längerem einen Schnitt für einen Wickelrock machen. Wenn der dann gut passt, wird er in Serie gehen. Keinen Reißverschluß, keinen Passformstress (da durch wickeln immer wieder zentimeterweise anzupassen) und schnell genäht. Dazu habe ich den Schnitt B4460 von Butterrick auf meine Bedürfnisse angepasst. Zum Ausprobieren lag da noch ein Ballen pinkfarbener Pepita-oder-so rum. (Gabi kann sich bestimmt daran erinnern)
Der Clip-Verschluß stammt von einer alten Weste, die neulich zur Altkleidersammlung ging. Nach einem Tipp aus einer älteren Burda-Ausgabe schlachte ich neuerdings alle Altkleider aus und trenne Reißverschlüsse, Knöpfe und alles Verwertbare ab, bevor die Klamotten in den Container wandern und im Reißwolf landen. Und schwupps, hatte der Wickelrock in Karo-Optik eine schicke Gürtelschließe.
Zur Sicherung des Bündchensitzes habe ich es vorne mit Klett versehen. Die unter dem Überschlag liegende vordere Saumkante muss nachgearbeitet werden, da der Saum sich immer mal wieder verschiebt, lugt er dauernd vor, also muss ich diesen- und alle nachfolgenden- einen halben Zentimeter kürzer machen, dann lugt nix mehr vor.
Nun ja, der Rock ist ganz nach meinem Geschmack, kurz, kürzer, am kürzesten (Bücken verboten!) und bestimmt discotauglich. Nur leider in einer Technodisco so passend wie ein Fußball auf dem Kaffeekränzchen. Also immer schön gewackelt, dann fiel es nicht so auf, oder? (Und Techno... muss ich nochmal machen, so lange ich ohne Hilfe auf die Tanzfläche gehen kann. Wer kommt mit? *Boom*Boom*Boom*)
Hier mein jüngstes Werk (ja, ich weiß, das ist KURZ):
Und noch ein Bildchen, um ein transparentes gif zu testen:
Und jetzt wieder auf die Couch... ausruhen ![]()
Selbstmotivation
Monday, May 22. 2006
Heute war ein fauler Tag. Die habe ich leider viel zu oft...
Dabei hab ich jede Menge Projekte. Und um mal ein bisschen Ordnung im Oberstübchen zu schaffen, setz ich das mal alles hier rein.
Also das Kleid für die Türkische Hochzeit ist ja angedacht.
Dann war in der letzten Burda das rote Wickelkleid aus der Burda 05/06 (habe leider keinen Bilderlink) und das Wickelkleid aus der Easy-Fashion.
Das rote Kleid ist aus dehnbarem Stoff gearbeitet, das obige aus nicht dehnbarem. Auf der Schemazeichnung war kein relevanter Unterschied im Schnitt zu sehen. Aber da ich nun mal beide Schnitte habe, und auch Stoffe für beide Kleider gefunden habe, werde ich beide Schnitte rauskopieren und dann mal aufeinanderlegen. Über die Unterschiede, sollten da welche sein, werde ich dann berichten.
Als 3tes Kleid hatte ich eine Idee mit einem Stoff, der hier seit dem Opladener Stoffmarkt rumliegt... Ich hatte grünes Leinen gekauft, um mir 2 Mittelalterkleider für Larp zu machen. Und dann bekam ich die neue Burdamoden in die Finger:
hat Burda das gerochen, dass ich fast genau diese Farbe bereits gebunkert habe? Ich LIEBE dieses Kleid! Der Ausschnitt ist so süß! Die Länge hat was, für Leute wie mich, die es (neben Ultrakurz) lang und flatterhaft mögen.
Und das kleine Shrug (das soll ein Jäckchen sein, ich mag den Namen) ist das Tüpfelchen auf dem "i"! Die Bambus-Stickerei sieht genial aus, wenn es nur kein Bambus wäre. OK, Tropen-Bambus... macht Sinn. Ich mag halt keine Tropenmotive, Geschmackssache. Aber Stickerei kann ja alles sein.
Da der Stoff ja eigentlich ein Mittelalterkleid werden sollte, fiel mir gleich was keltisches ein. In meinem Celtic-Fundus sind auch einige passende Motive für Stickereien, aber nix für schräg über das Kleid, das würde nicht passen.
Also hatte ich ein paar schlaflose Stunden, in denen vor meinem geistigen Auge die unterschiedlichsten Borders (Himmel, mir fällt kein deutsches Wort dafür ein!) Revue passierten. Und es läuft auf Schablonenmalerei hinaus, das geht schneller als Sticken (denn die Ranke soll um den gesamten Saum laufen)
Alles noch grün-graue Theorie, und am liebsten würde ich die Wickelkleider erst mal in die Ecke schmeissen. (Das Wetter ist da sehr hilfreich. Gewitter schon im Morgengrauen und lausig kalt hier) Aber Projekte nach hinten verschieben, um andere vorzuziehen... mich hemmt das ungemein, weil mit jedem Schnitt und Stich das schlechte Gewissen an mir nagt.
Irgendwas wird morgen zugeschnitten. Mal sehen was es wird.
Lutterloh 02
Sunday, May 21. 2006
Ein ganz schnelles Wort zum Sonntag: Nachdem ich meiner Mama den ersten Lutterloh-Schnitt genäht hatte (einen Kaftan als Hauskleid) hatte ich aus den Stoffresten noch eine Bluse zugeschnitten.
Als wir gestern spontan beschlossen haben, Klein-Erik bei meiner Mutter abzuliefern, hatte ich noch ein paar Stunden Zeit und hab das Ding zusammengekloppt.
Gut, ohne Anleitung hatte ich die Raglanärmel in der falschen Reihenfolge zusammengefügt und am Ende oben eine recht seltsame Wurschtelei mit den Nahtzugaben. Die Schulter-Ärmelansatznaht legt sich nicht so richtig, aber wenn man es nicht weiss sieht man es nicht.
Ich hab ihr dann die Bluse als Überraschung gegeben. Und bei der Anprobe dann eine arge Ernüchterung erlebt: Saum zu kurz (meine Mutter mag keine Blusen die mitten auf dem Hüfte enden, Geschmackssache, aber ich fand die Bluse auch recht knapp) und auf der Hüfte sitzt die Bluse arg eng.
Dann erst hab ich bemerkt, dass es ein Schnitt für elastische Stoffe war. Flöööööt. Das macht Sinn, denn so knapp wie die Bluse sitzt sieht sie mit Shirtstoff bestimmt gut aus.
Gut, ein Tonnenteil ist es nicht, und auch nicht Lutterlohs Schuld, ich hab nicht aufgepasst.
Und damit ihr endlich mal ein Bild meiner Mami bekommt, hier die Bluse in Aktion:
Der Pfeil zum UFO zeigt ein Unfertiges Objekt anderer Art: Der schmiedeeiserne Zaun ist schabloniert und wartet seit 2 Jahren darauf endlich fertig gemalt zu werden..... Vielleicht hab ich jetzt mal die Motivation dazu, wenn ihr es wisst ![]()
Back to the 50´s
Sunday, April 2. 2006
Kürzlich wurde der dritte Downloadschnitt auf der Burda-Seite
veröffentlicht, und im Hobbyschneiderforum bekam er nicht die besten
Kritiken.
Ich hatte aber gleich die Vorstellung einer 50er Jahre Caprihose, und da ich noch einen ganzen Ballen Jeansstoff im Fundus hab, hab ich heute morgen schnell den Schnitt aus meiner Burda rauskopiert, in der der Schnitt auch enthalten ist.
Schnell genäht, den Knopf ausgelassen (den Reißverschluß bis zur oberen Bundkante eingenäht) und abends mit einer karierten Bluse, Kopftuch, Sonnenbrille und Stoffschuhen schnell auf 50er gestylt um meinen Mann vom Fußballgucken abzuholen...
Der Wirt der Sportsbar kam später zu uns und meinte er hätte einen Schock bekommen als ich zur Tür reinkam. Er hätte gedacht ein Filmstar käme rein! "Ach Jott, heute abend auch noch Prominenz" schoß ihm durch den Kopf!
Ich glaube ein größeres Kompliment hätte meine neue Jeans nicht bekommen können! Und ich bin 10 cm gewachsen!
Ich hab natürlich auch ein paar auf alt gestylte Bilder zum gucken, was denkt ihr denn?


Ich finde die Taschenlösung an der Hose so pfiffig! Sie wird aus 2 Lagen Stoff komplett verstürzt und am Ende aufgenäht, und läuft von vorne bis hinten. Der Clou: Oben werden aus der Tasche die Gürtelschlaufen! Cool
Burda Schnitt 8348
Saturday, March 25. 2006
Der Schnitt, den ich mir als Freitagskleid aus dem alten Samt machen wollte, wird als enganliegend bezeichnet. Bei mir ist er obenrum eng (aber genau richtig!), untenrum eher weit. Normalerweile ist es bei mir genau andersrum, da ich Po-mäßig eher zu Größe 42 tendiere, und obenrum fast schon 38.
Also werde ich den Schnitt beim nächsten Mal anpassen. Ansonsten ein interessanter Schnitt, dessen Länge ich für meinen persönlichen Geschmack etwas gekürzt habe.
Leider war der Samt aus einer meiner Fundus-Kisten, und sehr mitgenommen. Sorgfältiges Bügeln mit feuchtem Bügeltuch hat nicht viel geholfen, der Samt verlor beim Nähen schon etwas vom Flor aus den langjährigen Knickstellen.
Also wird das Kleid nicht mein Lieblingskleid, aber immerhin hab ich jetzt einen hübschen Schnitt für ein schnelles und sexy Kleid.
Grüner Samt
Friday, March 24. 2006
da war noch dieser Rest dunkelgrüner Stretchsamt... von einem viktorianischen Kostüm übrig geblieben.... also nun ist es ein Kleid.
(Wieder mal schlechte Paßform auf der ollen Puppe, deren Maße so gar nicht den meinen entsprechen!)

Und weil mir der Saum viel zu weit unten war, hab ich erst locker 10 cm Stoff umgelegt, und dabei dachte ich "hey, da kann ich ja ein lustiges Muster reinnähen"
Also das sah dann so aus:

Ich weiss noch nicht so recht, was ich davon halten soll.
Jetzt fehlt noch der Reißverschluß und den muß ich jetzt kaufen fahren.... wat en Streß!
Und um 18 Uhr muss ich geschniegelt, gestriegelt und frisiert und geschminkt auf der Matte stehen... was mach ich hier noch? *grins*
Schwarzes Kleid
Tuesday, March 21. 2006
Und wieder einen lang gehegten Wunschtraum wahr gemacht!
In der Burda 11/2000 war ein weisses, bodenlanges Kleid, welches es mir seitdem angetan hatte. Na ja, hab ja nicht mehr genäht, nur davon geträumt... und jetzt wo ich wieder damit angefangen habe, arbeite ich erst einmal alle alten Wünsche nach und nach auf.
Das Originalkleid war aus weisser Strickspitze, atemberaubend und KEIN Abendkleid, also tagestauglich. Da es aber Abendkleid-Qualität hat, passt es wunderbar in mein albernes Mode-Manifest. In weiß sieht es zwar toll aus, aber ich kenne mich: 3 Schritte und ich hab die ersten Flecken. Da ich schwarz liebe und diese Farbe unempfindlicher ist, hab ich mich für ein schwarzes Kleid aus einem wunderbaren Schurwoll-Krepp (Quelle: siehe Lesezeichen "Stoffladen") entschieden.
Sonntag angefangen, lästiges Schnitt kopieren, zuschneiden und zusammennähen. Die Feinheiten dauern dann immer ewig: Reißverschluß (mein erster verdeckter Nahtreißverschluß!), Futter zuschneiden und einnähen, Ärmel, Säume.... das hält auf, so dass 3 Tage Arbeitszeit draus geworden sind! Und ich bin immer so ungeduldig: Was ich morgens zuschneide will ich am liebsten abends anziehen...
Und zu den beiden waagerechten Brustabnäher vorn hab ich nach der ersten Anprobe noch vertikale Taillenabnäher gebastelt (an sich selber abstecken ist doof!) Das sah einfach besser aus und macht eine tolle Figur. *hüstel*
Leider passt das Kleid meiner antiken Schneiderpuppe überhaupt nicht! Busen sitzt zu hoch, Taille viel zu schmal und Po zu dick! Aber an mir sitzt es perfekt!
Um die Taille zu betonen, werde ich es mit einem Gürtel tragen. Ich werde mir für solche Kleider einen Gürtel im Mittelalterstil selbst machen, aber vorerst muss ein alter 80er-Jahre Gürtel herhalten... mit goldenem Teddybär vorne *seufz*
Das Kleid erwies sich auch aufgrund der lichtschluckenden Farbe als unmöglich zu fotografieren! Darum habe ich 3 Bildversionen gemacht, eine um das Original Schwarz zu zeigen (man sieht keine Detaills) und 2 frontal und seitlich, um den Schnitt zu zeigen. Mir gefallen die Trompetenärmel! Das ganze hat was von Mittelalter, ich bin etwas geknickt, dass diese Ärmelform vor 6 (!) Jahren modern wurde, denn erfahrungsgemäß ist das dann irgendwann wieder out und man kann sich mit solchen Ärmeln (oder anderen Kleidungsdetaills) nicht mehr blicken lassen.
Aber die mittelalterliche Kleidungsform ist halt meine herzallerliebste, darum werde ich versuchen ihr treu zu bleiben, evtl. immer an den bestehenden Modegeschmack anzupassen!
So, hier die Bilder, ich bitte nochmals um Verzeihung für die schlechte Bildqualität:


Noch ´n Bild
Tuesday, March 21. 2006
So, meine Tochter hat nochmal ihre Mama geknipst. Begeistert war sie von dem Job nicht, aber wir haben ein paar Bilder machen können, auf denen man das Kleid besser erkennen kann.
Ich setz´ nur eins davon hier rein, so lange es keine Usergalerie gibt *grins* will ich nicht meine Freunde mit Bildern vollballern.
Wer mehr Bilder sehen möchte, kann hier vorbeischauen:
meine Bilderseite

weisse Bluse und Samthose
Wednesday, March 15. 2006
So, hier noch 2 Bilder mit Hose und Bluse gemeinsam, leider packt die Kamera die Unterschiede in der Helligkeit nicht. Nur der Vollständigkeit halber


weisse Bluse und Samthose
Tuesday, March 14. 2006
So, heute endlich die Bluse fertig gemacht, die ich schon Sonntag angefangen hatte. Manchmal hat man nur hier und da ein paar Minuten und wenn man jedes Mal beide Maschinen (Näh- und Overlock) wegräumen muss, geht jede Menge Zeit drauf. Wird Zeit, dass ich mir eine permanente Nähecke einrichte, nur wo?
Da ich zu meiner Samthose noch eine weisse Bluse wollte, hab ich wieder meine Restekiste bemüht, und einen leicht transparenten Baumwollstoff gefunden. Und in der Burda 02/2006 auch einen hübschen Blusen-Schnitt gefunden. Und was soll ich sagen? Nachdem schon die Hose sich als Glücksgriff erwiesen hatte, weil zuuufällig ein Schnitt mit Bilderworkshop... na ja, die Bluse war der Workshop des Vormonats! Hihi
Der Vorteil ist nicht nur, dass ich mit den Bilderkursen meine eingerosteten Nähkenntnisse wieder auffrischen kann, sondern die Bilderkurs-Schnitte sind auch auf dem Bogen immer rosa unterlegt, was das Rauskopieren zum Kinderspiel macht!
Seit ich die Idee hatte, die Schnitte auf Backpapier zu kopieren, geht das so fix. Vorher hab ich mir mit Geschenkpapier regelrecht einen abgebrochen, um ordentliches Kopierpapier zu kaufen war ich immer zu faul. Aber Backpapier ist durchsichtig, hat neuerdings ja auch keine vorgezeichneten Muster mehr, UND ist billig! Und sogar von der Rolle, man hat also keine Größenbegrenzung in der Länge. Und wenn in der Breite mal was fehlt, stückel ich halt. Wenn es zu sehr rollt, kann man es super glattbügeln. Ob diese Idee schon jemand vor mir hatte? lol, bestimmt.
So, meine Bluse war also ruckzuck angefangen, nur als dann die Familie zwischendrin rumturnte blieben ein paar abschliessende Arbeiten liegen. Die Ärmel haben auch noch kein Gummiband, hab keins da und muss schnell welches besorgen, schliesslich will ich die Bluse heute abend anziehen.

Wie man sieht, ist die Bluse leicht transparent, also ziehe ich einen weissen Body drunter. Hach, ich freu mich schon! Bin mal gespannt, wie die Bluse mit der Samthose kombiniert aussieht.
Der Blusenschnitt ist übrigens super. Nennt sich Tunika, und da die Seitennaht komplett grade ist und die Ärmel offen angesetzt werden, ist die Bluse schnell gemacht. (Ich hasse Ärmel einsetzen) Arbeit macht lediglich der Volant und die Schlingen, aber wenn ich die Bluse nochmal mache, nehme ich die volantlose Version. Ich mag Schnürungen, und diese hier ist nett.
Was soll ich als nächstes nähen? Bloss nicht wieder nachlassen......
Samthose
Saturday, March 11. 2006
So, gestern endlich das aktuelle Burda-Heft gekauft, 03/2006.
Ich musste in den Nachbarstadtteil zu dieser kleinen Tankstelle fahren, die letzten Monat ein (!) Heft vorrätig hatte. Ich habe mich lange mit der Verkäuferin unterhalten, und sie sagte genau das, was ich nun schon öfter gehört habe: Wenn Magazine nicht gekauft werden und zum Verteiler zurück gehen, gibts die irgendwann nicht mehr. verständlich
Aber in dieser Tankstelle kommt wohl regelmässig eine Dame, die das Burda-Magazin kauft. Die Ärmste, denn nun hab ich es! In meinen "alten" Quellen Supermärkte, Kaisers etc konnte ich seit Monaten keins mehr finden!
Gut, ich hab also ein Heft ergattert (und dort gleich die "easy-fashion" bestellt!)
Beim Blättern in dem Heft sprang mich ein Hosenschnitt an! genau der Schnitt, den ich seit Wochen, WOCHEN, gesucht habe! Selber schuld, könnte man sagen, dass ich mir das Heft nicht früher gekauft habe.... ich hab es ja nirgends GEFUNDEN!
Habe sofort den Schnitt rauskopiert! Und in meinem Stoff-Fundus gekramt. Der Schnitt ist für elastische Stoffe, und ich hatte Glück: Meine Wunschhose sollte aus Samt sein, und der Samtrest den ich noch hatte war... tadaaaa. elastisch!
Beim rauskopieren hat mein Mann sich über ein altes Burda-heft hergemacht:

Sieht man, dass ihm den Minirock auf der aufgeschlagenen Seite am besten gefiel? Männer....

Nun ich hab dann die Hose genäht, aber der Samt war etwas kniffelig, und mein Mann kam ein paar Stunden früher von der Arbeit, drum wurde ich erst heute fertig.

Das Foto ist nicht so doll, hab eine ganze Reihe gemacht, aber auf allen Bilder sieht man nur eine schwarze Silhouette. Schwarzer Samt eben! Bei Gelegenheit mache ich mal bessere Bilder, draussen ist Unwetter und drinnen mit Selbstauslöser gibt es nix Besseres!
So, nachdem ich nun meine schwarze Samthose habe, hätte ich noch gerne einen netten Blazer. Oder zwischendurch eine Bluse? Im letzten Heft war so ein süßer Schnitt......
PS: Was hab ich für ein Glück: da ich jahrelang nicht mehr genäht habe, bin ich aus der Übung. Der Hosenschnitt in der Burda war mit Bilder-Workshop! Extra für MICH *grins*










