Moved my blog
Friday, December 7. 2007
Hi!
I have forgotten to tell you my new blog adress:
http://blog.burdafashion.com/bumo/blog/babbelgum61/
Please check there for new entries,
thanks
Baerbel Born
Sendepause
Monday, November 13. 2006
Hallo!
Hier in diesem Blog wird es vorerst eine Sendepause geben. Ich beschäftige mich mit neuen Features, und bearbeite momentan nur noch mein Burda-Blog. Bitte schaut dort regelmässig vorbei.
Für alle, die zum ersten mal hier hineingestolpert sind: Viel Spaß in den Archiven, eure Bärbel Born.
Hi Folks! I apologize for beeing so lazy *lol*, but for a while I won´t write here. I will use my Burda-Blog more often, where you can find a lot more information in english. Take a few minutes to browse my sewing blog at Burda, thank you and hope to meet you there.
Weiter geht´s mit Messe
Thursday, November 9. 2006
Hier nun der Rest vom Messebericht, allerdings nehme ich mir heute mal die Freiheit, zu meinem Burda-Blog zu verlinken. Ich lasse ja beide Blogs parallel laufen, ursprünglich aufgrund einiger Tage Ausfall der Burda Weblogs.
Nun habe ich in den vergangenen Monaten festgestellt, dass die Serendipity Blogs manches mal - meist zu später Stunde- nicht erreichbar sind. Ich will mich darüber nicht beschweren, denn ansonsten sind Funktionalität und Zuverlässgkeit der Blogs tadellos.
Ich wünschte oft, Burda würde bei diesem Bloganbieter hier anklopfen, und deren Software abkaufen... denn diese Roller-Blogs die bei Burda laufen sind grottig. Sorry, aber das sage nicht nur ich..... Mein aktuelles Layout dort ist ganz nett, aber nur was für Menschen, die bereit sind sich stunden- und tagelang damit zu beschäftigen.
Dennoch lege ich großen Wert auf diese Burda-Adresse. Macht halt einfach mehr her
Und wir alle dort wünschen uns mehr Teilnehmer, auch wenn die eigenen Beiträge auf der Startseite dann schnell untergehen würden- mehr Vielfalt und Leben in den Burdablogs wäre schön. Ich komme mir schon manchmal vor, als halte ich Selbstgespräche.... (Ja, das ist eine Einladung an alle. Ihr könnt auch gerne den Quellcode meines Burdablogs kopieren und EIGENE Farben und Inhalte einfügen (wehe ihr nehmt meine Farbkombination!) Ich habe eigens für Kopierwillige Kommentare eingebaut, damit ihr euch im Quellcode besser zurecht findet!!!!!!!!!!)
OK, also hier ist mein heutiges Tagebuch bei BURDA. Relax and enjoy (hopefully
)
Messe-Magie
Wednesday, November 8. 2006
Soderle!
Ich war 5 Tage auf Messe-Maloche. Nun bin ich schon den dritten Tag wieder zu Hause und bekomme die Kurve zum bloggen nicht, und das ist- mal wieder- nur Sonnenschein schuld. ![]()
Mit ihrem Podcasting-Gedöns hat sie mir mal wieder einen Floh ins Ohr gesetzt! Und nu isse wech, legt sich unters Messer und muss dann wochenlang offline leben. Wie soll ich das nur aushalten? Wer soll denn dann liebe Kommentare in mein Blog schreiben? Sie hat ihren Namen gut gewählt: Als Sonnenschein hat sie mir schon manchen dunklen Tag aufgehellt.
Darum ist ihr Wunsch, ein Näh-Podcast zu basteln, mir auch Befehl! Ich habe nun schon 2 Tage in Websites zum Thema gewühlt, und meinen Rechner mit allen möglichen komischen Programmen vollgeschaufelt. Die meisten tun nicht das, was ich will, aber eines ließ sich überreden, mit meinem kleinen Mini-PC-Mikro ein bisschen BlaBla aufzuzeichnen. (Da alle Podcaster auch eine Intro-Musik haben, sollt ihr diese bei mir auch bekommen: Mit dem kleinen Glockenspiel meines Jüngsten habe ich mit den wenigen noch verbliebenen Metalldingern ein bisschen Klimperklimper gemacht... ich lach mich schlapp)
Da ich Podcast-Newbie bin, habe ich große Bedenken abgesichts des Umfangs der mp3-Datei! Mir scheinen 27,1 mb doch recht viel zu sein, um euch eine knappe halbe Stunde einen vom Pferd- pardon Stoff und Stempel- zu erzählen.
Falls jemand mir Nachhilfe zum Thema geben kann, bitte her damit! Und ich brauche Feedback, wie lange lädt die Datei bei euch? Alles deutlich zu verstehen? Wie sieht es mit der Lautstärke aus? Oder ist das total bekloppt, hier NOCH mehr rumzulabern?
Wenn das Podcasting irgendwann mal klappt, träume ich von video-Podcasts.... Warum? Nicht weil ich eine so hübsche Nase habe (die wahrscheinlich gar nicht oft im Bild ist), sondern weil ich so viele kreative Dinge auf Lager habe, die man ZEIGEN muss!!!!
Ich gebe ja gerne Kurse, aber den gleichen Aufwand, den ein Kurs macht, nur einmal zu haben, und dann die Videos davon für jedermann zugänglich ins Netz zu stellen... DAS wäre doch was, oder?
Noch was, bevor ich euch mein erstes Podcast vorstelle:
Ich habe diese Riesendatei bei einem kostenlosen Anbieter "geparkt". Das Problem sind die Datenmengen: Nach einer (!) Datei war mein kostenloses Platz-Kontingent erschöpft (und ich auch). Wesentliches Merkmal eines Podcasts sind ja die Episoden, also der Fortsetzungscharakter. Und den sehe ich den Bach runtergehen, wenn ich nur Platz für eine Episode habe. Schnüff.
Falls jemand da eine Lösung weiß, die nullkommanix kostet...her damit.
So, jetzt aber der- eine, einzelne, erste- Feed meines neuen Podcasts:
Theoretisch könnte man den abonieren, aber wer weiß wann und wie es den zweiten gibt.
Ich bin heute ein wenig gemein: Warum der heutige Eintrag "Messe-Magie" heisst.... das erfahrt ihr in dem Podcast-Beitrag! ganzfiesgrins
PS: Über Wiesbaden bloggen muss ich trotzdem noch. Vieles kann man besser erzählen, aber anderes besser zeigen/verlinken/schreiben. Gell?
Gute Nacht
Wednesday, November 1. 2006
Jetzt ist es Mittwoch, kurz nach vier (nachts!). Nachdem der Tag voller Sand im Getriebe war (Sonnenscheins Anruf gehörte zu den guten Körnchen
) und nichts so lief wie es laufen sollte, fuhr ich am frühen Abend zum Brings-Konzert mit ungepackten Koffern.
Zur Erinnerung: Abends Brings, morgens Abfahrt zur Messe "Kreativwelt Wiesbaden". Irgendwie wollte mir das Konzert diesmal nicht so recht gefallen, ich vermute es lag an der drangvollen Enge des Konzertsaales. Am Rande bekamen wir mit, dass eventuell im nächsten Jahr eine grössere Halle gesucht wird für das Brings-Halloween-Konzert. Wenn nicht, dann gehe ich auf keinen Fall hin. Im letzten Jahr fand das besondere Konzert zum erstem Mal statt, quasi als "Test" und war deutlich weniger besucht. Zum Glück.
Aber nach einem stressigen Tag und in Anbetracht einer bevorstehenden Nacht mit Packen und Räumen habe ich mir ein T-Shirt gegönnt, das ich schon vor einem Jahr im Auge hatte. An einem Verkaufsstand konnte man Fan-Artikel erwerben. Ich würde mich nun nicht gerade als Brings-Fan bezeichnen, aber eins meiner Lieblingslieder ist von Brings: Superjeile Zick. (Wer das nicht versteht darf fragen) Ich finde das Shirt auch "jeil", seht selbst:

Gegen halb 2 waren wir dann wieder daheim. Mein Töchterlein natürlich noch wach. Na dann kann sie ja mal eben mein- heute auf die Schnelle beendetes- Kleid knipsen. Also schnell übergezogen, schwarzen Rock drunter und tadaaaaaa:

Ich finde ja, man sieht nun gnadenlos, dass ich seit Ostern 5 Kilo zugelegt habe. Der schwere Wollstoff zieht auch das Kleid sehr nach unten, was die ohnehin kümmerliche Oberweite noch mehr plättet, seufz. Und ich muss zugeben, dass mein Engermachen keine gute Idee war. Nun sitzt es obenrum arg stramm, selber schuld.
Aber witzig finde ich, dass das Kleid sogar perfekt zu meinem neuen Brings-Shirt passt, hehe. Die Farben sind wieder recht schlecht, unten künstlich aufgehellt, damit man überhaupt was von dem vorne kürzeren Saum sieht. Ich erinnere daran, dass ich in ca. 3 Stunden zur Messe aufbrechen muss, Zeit für bessere Fotos habe ich nicht. Nach Sonntag mache ich dann mal schöne Fotos, und mit mehr Stylings.
Das Wollkleid
Monday, October 30. 2006
So ihr Lieben!
Ich habe ja nun schon mehrfach mein "grünes Wollkleid" erwähnt. Es gehört zu dem aktuellen Projekt "Princess for all days", welchem ich noch den Zusatz "1" geben möchte, da dieses Thema für mich zeitlebens nicht beendet sein wird, und es hoffentlich noch weitere Ausgaben geben wird.
Die Geschichte des grünen Wollkleides begann an zwei Orten: Dem Forum der Hobbyschneiderin, wo ich ein Kontingent von 12 alten Burdas ergattern konnte, und zum anderen in einem Solinger Stoffgeschäft, welches wegen Umzug einige Schnäppchen für mich hatte. Der grüne Wollstoff war spottbillig, nur leider recht knapp bemessen. 2,30 Meter waren nur noch übrig. Bei dem Preis (wenn ich mich recht erinnere waren es 2 oder 3 Euro der Meter) hätte ich auch den ganzen Ballen gekauft.
Der Stoff fiel mir in die Hände, kurz nachdem ich die Burda 10/99 in dem 12er Paket in die Finger bekam. Ich habe dort ein Kleid gesehen, mit dem mich Liebe auf den ersten Blick verband, und der grüne Stoff war der ideale Partner für dieses Kleid. Ich finde, das Kleid hat was mittelalterliches, wenn auch mit einem absolut simplen Schnitt! Durch die Länge und Wahl des Materials und der Accessoires kam schon bei Burda dieser ganz spezielle Look mit einer Mischung aus Tradition und Moderne zustande. Seht selbst:

Nur leider war mein Stoff exakt 50 cm zu kurz! In meinem übergroßen Optimismus habe ich dann den Schnitt aus dem Heft kopiert. Dabei habe ich zum ersten Mal die Nahtzugaben gleich drangezeichnet, wie wir es von den Schnitten aus Amerika kennen.
Wenn ich alles gleich mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneide, UND an meiner NäMa diesen Abstand mit Klebeband markiere.... dann spare ich mir das Markieren der Nahtlinien mit Kreide UND das mühsame Stecken mit steter Kontrolle, ob die Nahtlinien denn auch brav aufeinander treffen.
Auch hier kam der allerletzte Anstoß von Sonnenschein: In ihrem Blog hatte ich gesehen, dass der Burda-Maßschnitt ebenfalls mit bereits angezeichneten Nahtzugaben geliefert wurde! Weiter so, Burda!
Ich habe also den von mir abgeänderten Papierschnitt auf meine 2,30 Meter Stoff gelegt. Klar war der zu kurz! Da kam mir in den Sinn, dass ich in letzter Zeit schon oft diese "mittelalterlichen" Kleider gesehen hatte, bei denen der vordere Saum um einiges kürzer ist, und der hintere in einer Schleppe ausläuft. Jau! Das wollte ich! Und ganz nebenbei kann man dabei 50 cm Stoff einsparen. ![]()
Gedacht-getan! Ich hab dann den- zu langen- Schnitt auf den Stoff gelegt und alles so lange hin- und hergeschoben, bis der gekürzte Saum auf den Stoff passte. Gar nicht so einfach bei 5 fast körperlangen Schnitt-Teilen, denn trotz Verlängerung gibt mein Küchentisch nie die benötigte Länge für lange Kleider her (Sponsor für Nähzimmer gesucht) Also schieben, schieben, schieben.
Da der Stoff ja so wenig gekostet hatte, konnte ich danach beherzt drauflosschnippen. Sah auch gut aus. Bei der Anprobe war ich über die Passform enttäuscht. Sooo weit sollte das Kleid ausfallen? Ich hatte alle Masse besonders sorgfältig abgenommen. Im Nachhinein denke ich, das Kleid soll wirklich recht schlabbrig fallen... aber ohne mich. Also alles wieder enger gemacht. Was ich absolut hasse bei Wiener Nähten. Was man am Stoff ändert und hernach auf den Papierschnitt überträgt, ergibt beim Futter- den man ja dann nach dem geänderten Schnitt näht- eine völlig andere obere Kante. Besser kann ich das nicht erklären. So richtig verstehen tue ich es auch noch nicht, da es mir bisher erst 2 mal passiert ist. Ich lerne das noch.
Also Papierschnitt geändert. Ich pfeiff auf die Bequemlichkeitszugaben:

Wie man sieht habe ich an der hinteren Mitte recht viel weggenommen. Sehr gut könnt ihr hier auch die angezeichneten 1,5 cm sehen, die meine nahtzugabe sind.
Weiter gings mit dem Futter-Zuschnitt. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch ein Bild von den abgeschnittenen Säumen gemacht. Vorne kurz-hinten lang... das war doch mal ein sehr beliebter Männerhaarschnitt in den 80ern, oder? ![]()

Typisch ich: Das dritte Teil was da jetzt fehlt, habe ich schon verschlampt...
Ich habe alle auseinandergeschnittenen Teile markiert, damit ich sie später wieder zusammensetzen kann, um das Kleid in "normaler" Länge zu nähen. Bei der vorderen Mitte ist mir mal wieder ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen: Ich wollte eine Schräge in den Saum des vorderen Mittelteils einbauen... leider falsch rum. das sah sehr komisch aus, der spitze Zipfel in der Mitte, weil der Saum zur Mitte länger wurde (da das Schnittteil ja halbiert ist, wird aus einer verkehrten Schräge dann eine Spitze)
Zähneknirschend habe ich das dann begradigt... wieder ein paar Zentimeter verloren. Aber im Nachinein finde ich es sogar besser.... das passiert mir oft: Gutes Gelingen aus Versehen. (Bob Ross nannte das immer einen "Happy Accident")
Heute habe ich dann endlich das ganze Gefummel zusammengenäht, Futter mit Wolle. Der Ausschnitt ist unter aller Kanone geworden. Wenn ich den Anblick nicht ertrage, kommt eine Borte drüber. Das ist dann wieder so ein Happy Accident *lol*
Genug gelabert: Ich habe ein erstes Foto für euch. Die Ärmel müssen noch verstürzt werden (wenn ich weiß wie ich das am einfachsten machen soll) und der Reißverschluß muss noch rein, was auf meiner Liste der verhassten Arbeiten ganz oben steht. Theoretisch komme ich auch ohne RV rein, aber wie wieder heraus? Also muss ich da wohl durch.
Was ich mit dem Saum mache, weiß ich noch nicht. Ich muss erst mal drüber schlafen. Da der Wollstoff sehr dick ist, und mir der schöne glatte Fall des einlagigen, also nicht umgenähten Saumes im Moment gut gefällt, dachte ich "Hey, warum nicht mal diese schreckliche "offenkantige" Verarbeitung ausprobieren?" Ich habe den Stoff auch nicht an den Nahtzugaben abgekettelt, da franst nichts. (Der Futterstoff hingegen franste auf dem Weg vom Zuschneidetisch zur Overlock!!!)
Also lasse ich den Saum vielleicht sogar kackfrech unbearbeitet. An den Nahtzugaben ein paar Sicherungsstiche, den Futtersaum nochmal gleichmässig abgekettelt, fertig. Mal sehen.
Hier meine erste Version des "grünen Wollkleides", es ist sehr schlicht und soll es auch sein. Dazu kommen dann später Mantel, Bluse und mehr. Da ich ein ähnliches Kleid als Druiden-Verkleidung im Larp habe, weiß ich, dass ein solches Kleid mit darunter getragenen langärmligen schwarzen T-Shirt super aussehen (ich hatte es auf der Spielemesse bereits ausprobiert) Außerdem erwarte ich mir ungeahnte Styling-Möglichkeiten durch den vorne kürzeren Saum: Mit meinem Spitzen-Rüschen-Glitzer-Rock darunter wird es romantisch, mit einem einfachen, glatten Rock sehr puristisch, und- wenn ich gar die geplante lange, weite Hose darunter trage- sogar avantgardistisch.
Die Farben des Fotos sind grottig. Mit Blitz und einem Stoff, der Licht aufsaugt, ging es nicht besser. Wenn ich es morgen fertig bekomme, liefere ich ein Foto mit Bärbel drin nach. Am liebsten würde ich schon mal ein paar Stylings ausprobieren, aber das wird wohl warten müssen, bis ich von der Kreativwelt in Essen zurück bin.

Wieder mal Mittelalter
Saturday, October 28. 2006
Gestern konnte ich mal wieder ins Mittelalter schlüpfen. In der Larp-Taverne Twilight in Köln tummeln sich einmal im Monat Drachentöter, Orks und Pirartenvolk. Und hübsche Maidlein... so wie die besonders netten des Clans Mac Mahoon.
Eine davon ist meine Wenigkeit. Und weil ich ja ganz wild darauf bin, in historisch angehauchter Mode durch die Welt zu wandeln, hab ich mich schon zu Hause in Schale geworfen, Schleppenkleid und Jäckchen von HundM drüber und ab in den Bus.
Dann mit der Bahn weiter nach Köln. Dank Nowaks Bericht war ich vorgewarnt, dass in Köln zur Zeit etwas schwierige Verkehrsverhältnisse herrschen. Nachdem ich 30 Minuten auf den Zug gewartet hatte, konnten mir die paar Minuten mehr für die Strassenbahn auch nichts mehr anhaben.
In der Taverne war wieder volles Programm. Vor allem der Clan war (fast) voll besetzt. Da ich zum ersten Mal nicht als Autofahrerin zur Taverne kam, war ich alsbald auch recht voll.
Antialkoholiker lesen jetzt besser nicht weiter: Nach den ersten Flaschen leckeren Gerstensaftes habe ich diese mit süßem Met heruntergespült. Der Rest des Abends war kurz, der nächste Tag vermurkst, aber Strafe muss ja sein nach einer durchzechten Nacht.
In der Taverne war auch unser Clanmitglied Garret, der nicht nur ein ganz Lieber ist, sondern auch ein begnadeter Bastler von Larp-Waffen. Diese müssen ja bestimmten Sicherheitskriterien entsprechen. Vor allem müssen sie absolut verletzungssicher sein. Darum werden sie hauptsächlich aus Schaumstoff hergestellt. Unser Garret ist gelernter Kunststoff-Formenbauer, also prädestiniert für diese Bastelarbeiten.
Gestern hatte er was für meine Druidenfreundin Eilionor und mich dabei: Sicheln! Eilionor hatte ihm zuvor unsere Druidennamen in Runenschrift gegeben, diese prangten nun in eingravierten Lettern auf den goldenen Sicheln.

Und weil die Sicheln so schön rund sind, haben wir gleich vor der Taverne Wurfübungen damit gemacht.... Die Dinger fliegen vorzüglich, fast wie Frisbees. Ich weiß, Sicheln sollten von Druiden benutzt werden, um heilige Kräuter und Misteln damit zu schneiden. Aber da wir keine anderen Waffen haben, weil wir ja liebe, nette Dienerinnen der Müttergöttin sind, werden wir das nächste Mal mit den Sicheln auf die Orks schmeissen. Nun müssen wir noch ein bisschen üben, und dann werden die Orks totgeworfen!
Mittelalter-Projekt 1.1
Thursday, October 26. 2006
Ok, eine Prinzessin läuft nicht im einem viel zu großen Mantel im Schlabberlook rum. Aber um mir stilecht einen bodenlangen und kreisförmigen Umhang zu machen reicht die Liebe zum Altertum nun doch nicht. Ich habe nämlich einen solchen Umhang aus wunderschönem schwarzen Samt, und den trage ich nur, wenn ich weiß ich muss nicht autofahren, einkaufen, was in der Hand halten, eine Tasche umhängen etc. Also nur für den Showeffekt. Na ja, es ist auch ein tolles Tragegefühl, aber halt total unpraktisch.
So ein Hüllenmantel hingegen ist wie ein kuscheliges Ein-Frau-Zelt. Nur ich und mein Mantel. Zur Not kann ich mich darin zurückziehen, oder noch so ein, zwei weitere Mäntel drunterziehen, sollte es in Solingen mal wieder 10 Grad minus werden.
Genug der Vorreden, ich habe heute morgen nach einem Schnitt geguckt. Das hat ca. 5 Minuten gedauert. Denn ich hatte noch die Burda ganz oben liegen, nach der ich auch mein grünes Woll-Kleid zugeschnitten hab. Dieses Heft wird mir unheimlich: Wenn man Glück hat, sind in einer Burda mehr als ein verwertbarer Schnitt (je nach Geschmack der Leserin, versteht sich). In dieser Burda sind es jetzt schon 4, die ich nähen möchte, und es werden ständig mehr.
Hier stelle ich euch meine aktuelle Lieblingsburda vor: Ausgabe 10/1999.
Die ist alt, nach Fashion-Maßstäben gemessen. Antik. Überholt. Aber genau mein Ding. Ich bekam sie mit einem Paket von 12 Burdas, die ich neulich günstig von einer Hobbyschneiderin ergattern konnte. Und was würde ich ohne eben diese Ausgabe machen? Denn darin war auch das Kleid, welches mir die Vorstellung von dem ganzen Projekt gab. Bisher hatte ich nur "lang und weit" im Sinn für meinen Mittelalter-Look. Dann sah ich dieses wunderschöne Kleid. Ich will mir den ausführlichen Bericht über DAS Kleid noch ein wenig aufheben, bis es fix und fertig ist, aber wegen DEM Kleid lag halt die Burda 10/99 hier die ganze Zeit herum.
Und neben all den anderen schönen Schnitten in dieser Burda, findet man dort auch einen fast perfekten Schnitt für meinen Mantel. Die Ärmel sind recht weit, aber da ich diesen Magier-Ärmel Effekt haben will, werde ich sie wohl NOCH weiter machen. Ich hoffe, das wird nicht albern aussehen.
Zwar ist der Schnitt als Dufflecoat tituliert, aber sowas hat mich noch nie abgehalten. Ich überlege nun, ob ich eine Kapuze will, oder einen einfachen runden Halsauschnitt wie in meiner Skizze. Wenn Kapuze, dann zipfelig, den Schnitt dahingehend abzuändern dürfte ein Klacks sein.
Hier seht ihr den Mantel mal groß und in Farbe (grau IST eine Farbe, wenn auch eine "unbunte"). Ich sehe ihn schon vor mir: Grün-Lila-Rostrot-kuschelig-weit. Seht ihr das auch?

PS: Au weia, ich lese grade, für den Mantel brauche ich für meine Größe 4,30 Meter Stoff. Also 2,30 Meter stricken. Ich muss bekloppt sein.
Ja, ich weiß ich brauche nicht 2,30 Meter stricken, da ich ja keinen Verschnitt habe. Ich stricke nur, was an Stoff fehlt. Und da ich eh patchen will, kann ich auch den Stoff bis zum letzten Fitzelchen verbrauchen. Denke ich. Hoffe ich.
Herr Bederke hat immer Recht...
Wednesday, October 25. 2006
Kennt ihr den Begriff "Bad hair day"? Das sagen die Amis zu einem Tag an dem nix geht. Das fiel mir heute ein, als ich zum hundertsten Male meinen fludderigen Pony zur Seite strich, und auch sonst nichts gelingen wollte.
Zwei Lichtblicke gab es dennoch an diesem ansonsten sonnigen Herbsttag: Beim neuerlichen Aufräumen meiner Bastel-Rumpelkammer bei Oma fand ich NOCH eine alte Burda, eine Karnevals-Burda und mehrere Burda Publikationen. Darunter Anna, Spaß an Handarbeiten und Spaß am Dekorieren, die ich gänzlich vergessen hatte. Burda hat eine beachtliche Menge an Kreativ-Zeitschriften auf den Markt gebracht, und ehrlich gesagt verliere ich langsam den Überblick.
Der zweite, besonders helle Lichtblick ereignete sich in meinem Lieblings-Stoffgeschäft, dem Stoffdschungel. (Scherzkeks-Stoffe lassen wir da mal aussen vor). Ich wollte "nur" einen Reißverschluß für mein aktuelles Projekt kaufen, 60 cm dunkelgrün für das ärmellose Kleid von "Princess for all days". In der Hoffnung auf einen netten Mantelstoff nahm ich ein Läppchen des grünen Loden mit.
Der Besuch im Stoffdschungel verlief wie üblich: Ich stöberte in den von der Decke hängenden Stoff-Coupons. Nun teilen sich die möglichen Handlungsstränge in genau zwei: 1) Ich finde nichts und frage Herrn Bederke, den Inhaber, nach einem bestimmten Stoff. 1a) Er hat ihn, oder 1b) er hat ihn nicht, zeigt mir aber was Anderes, was sowieso VIEL besser für mein Vorhaben geeignet ist. Oder 2) ich finde den Stoff meiner Träume (zum hundertsten Mal). Das Resultat ist in jedem Fall das Gleiche: Ich kaufe.
Diesmal aber hatte Herr Bederke (irgendwann muss ich ihn mal nach seinem Vornamen fragen) einen Stoff auf Lager, der mich an die Grenze meiner Vorstellungskraft trieb. Ich suchte ja nach einem groben Stoff in den Grundfarben grün/beige, damit ich daraus einen Mantel passend zu meinem Projekt machen kann. Da ich bereits den perfekten Stoff im weit entfernten Düsseldorf gesehen hatte, sah ich zunächst rein garnichts Passendes.
Dann fiel mein Blick auf einen wild gewebten Stoff mit leichtem Streifenmuster, Boucleeffekt und in allen möglichen Farben, Grundton ein schönes erdiges Grün. Und- oh Wunder!- mittendrin ein paar kleine Fäden Lila!!! Rückblende: Vor ca. 5 Jahren habe ich einen wunderhübschen Strickmantel in einem Verena-Strickmodenheft gesehen. Damals habe ich Unsummen für Wolle in allen möglichen Tönen und Qualitäten ausgegeben- hauptsache lila! Und dann frei Schnauze drauflosgestrickt. Ich halte mich ungern an Vorlagen, also wollte ich einfach Vierecke pi mal Daumen stricken und diese dann zusammenpatchen. Soweit der Plan.
Seit dieser Zeit habe ich eine Kiste voller Rechtecke aus lila Wolle und eine weitere Kiste Wollknäule in allen Schattierungen von Lila. Jo. Mit dem neuen Projekt fiel mir auch meine lila Wolle wieder ein, aber es wollte mir partout nicht einfallen, wie man lila Wolle und moosgrünen Loden zusammenbringt. Nicht mal mir fiel dazu was ein.
Und da lag der Stoff, hat im Stoffdschungel nur auf mich gewartet. Grün und lila. Zufall? Schicksal? Na ja, fast... denn als Herr Bederke dann sagte "Das sind noch 2 Meter" fielen alle meine kühnen Modeträume wie ein Kartenhaus zusammen. 2 Meter für einen weiten Hüllenmantel? Never.
Ich war ziemlich geknickt, das kann man wohl sagen! Ich hab Herrn Bederke (oh, ich sehe grade auf der Website, er heisst Jens
) dann erklärt warum ich grade diesen Stoff so dringend brauche. Er meinte dann ungerührt: "Ja, dann nähen Sie doch den Strick an den Stoff".
Ihr denkt jetzt auch "Wie soll das denn gehen?", hab ich recht? Ja, genau wie ich. Dann zückte Herr Bederke ein Bügeleisen, schaltete es ein und holte Webeinlage. Die kenne ich seit Ewigkeiten, denn als Vliseline-Verweigerer habe ich nur diese. Er bügelte sie dann auf ein Stück rasch herbeigezauberten Strickstoff, und -voilá- der Strick wurde fest und konnte wie ein normaler Stoff weiterverarbeitet werden. (Webeinlage ist Einlage zum Aufbügeln, aus einem feinen, dünnen Gewebe. Das gibt Festigkeit und nix verzieht mehr)
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Natürlich habe ich dann die zwei kümmerlichen Meter des wunderbaren Stoffes gekauft. Was auch sonst? Dann fragte ich noch nach einem anderen Stoff für ein Kleid, das ich mir zu einem bestimmten Zweck machen möchte, und jammerte ein bisschen, dass ich den richtigen Schnitt dafür noch nirgends finden konnte. Nach meiner Beschreibung schickte er mich zum Vogue-Katalog. Und siehe da: Er war drin! Guckst Du hier.
Mit dem Katalog in der Hand ging ich grummelnd wieder nach hinten, wo der Herr der Stoffe allwissend und nie um eine Idee verlegen, wie ein ganz normaler Mensch seine Arbeit verrichtete. Zu seiner Mitarbeiterin (Frau?) sagte ich dann, wie ich es hasse, dass er anscheinend immer Recht hat. "Ja, das kenne ich. Ich hab das jeden Tag", meinte sie nur. Also kann ich von Glück reden, dass ich diesen Frust nur ab und zu erlebe ![]()
Aber zu Hause angekommen hab ich dann einige (!) meiner gesammelten Woll-Schätze sowie die 2 Meter Stoff geknipst, natürlich habe ich auch nicht den Reißverschluß vergessen, wegen dem ich ja ursprünglich zum Stoffdschungel gefahren bin. Leider kann ich die Farben des Fotos nicht retuschieren, ich habe an dem vermaledeiten Bild länger gesessen als an meiner Falten-Retusche! Der Blitz hat alle Farben totgeblitzt, darum muss ich euch für ein farbgetreues Abbild von Wolle und Stoff vertrösten, bis alles fertig ist. Wenn Herr Bederke mir das jetzt auch noch nähen würde...... ![]()
Im Foto: Reißverschluß, Wolle, eine Kiste voll Woll-Rechtecke in Lila und boucleartiger Stoff aus Fasergemisch (Wolle/Baumwolle/Polyester) in lindgrün/rostrot/lila-Tönen, 2 Meter (gnagnagna). OH, und ein Läppchen von dem grünen Lodenstoff des Kleides.
Das soll ein Mantel werden:

Mal ehrlich: Hättet ihr gedacht, dass Lila und Grün zusammen passen? Ich nicht. Aber beides lag in meinem Fundus, und der 2-Meter-Neuzugang soll nun alles verbinden. Man wird sehen..... (Wenn das nix wird, habe ich ziemlich viele Putzlappen)
Princess for all days
Tuesday, October 24. 2006
Darf ich vorstellen: Mein neustes Projekt.
Princess for all days.
Wie bereits in meinem kindischen Modemanifest zu lesen, bin ich fest davon überzeugt, dass in jeder Frau (und manchem Mann) eine potentielle Prinzessin steckt. Zu diesem Thema werde ich noch viel erzählen. Aber alles, was mir dazu durch den Kopf geht hier niederzuschreiben... würde Tage dauern und euch ermüden.
Und meine Vorstellung von diesem einen Projekt, das meine Welt bewegen soll, ist dynamisch. Veränderlich. Jeden Tag ein wenig anders, jeden Tag ein wenig neu.
Oft habe ich schon festgestellt, dass Menschen Gedanken teilen, von denen sie glauben sie blühen im Verborgenen und niemand anders denkt, wünscht, träumt genauso. Doch es ist verblüffend, wie ähnlich wir uns alle sind.
Und wenn ich dann diese Legionen von Menschen sehe, die sich - in mannigfaltige Untergruppen verstreut - doch nur diesem einen Wunsch annähern: Mode vergangener Epochen auszuleben oder dem uniformierten Gruppenzwang aus Jeans und Hemdbluse zu entkommen. Die Beispiele für das Ausbrechen aus Konvention und Anpassung sind zahlreich: Punk, Gothic, Karneval und auch Larp sind Spielwiesen für all jene, die in die Optik anderer Welten flüchten.
Was mich an all diesen Strömungen frustriert, ist die bedauernswerte Wiederholung alter Muster, auch wenn die Träger der jeweiligen "Uniformen" aus diesen ausbrechen wollen. Der immer und ewig schwarz tragende Witwen-Verschnitt ist bei seiner Gothic-Clique unten durch, wenn sie fröhlich bunt oder im gut geschnittenen Kostüm daherkommt. Was ist an einer Gothic-Gleichmacherei besser als an einer mit gestärkter Bluse und Chanel-Kostüm?
Wie schon im Modemanifest gesagt, vermisse ich die Umsetzung der ach so gepriesenen Freiheit unserer Tage. Doch ich schliesse mich selbst in meiner Kritik nicht aus. Ich habe auch nicht den Mumm, jeden Tag so aus dem Haus zu gehen, wie ich es wirklich möchte. Mal schwarze Witwe, mal Karnevalsclown, mal Prinzessin mit Schleppenkleid und meistens ganz praktisch mit Jeans und T-Shirt.
Drum übe ich "mit Schleppe in den Aldi" und nutze die Alibifunktion einer Spielemesse für einen Kleidungsstil a là Mittelalter. Aber das kann es doch nicht sein! Das Leben ist zu kurz, um mit Zagen und Zaudern verbracht zu werden!
Wenn man die Augen offen hält, gibt es so Manches, was sich auf ungewöhnliche Modewünsche anwenden lässt. Erinnern wir uns an Vivienne Westwoods viktorianische Tornüren Ende der 80er. Oder an den Modestil des letzten Jahres: Bohème. Sogar die Handys wurden mit Glanz und Gloria versehen. Das Oppulente ist zurück! (War es denn jemals weg?) Wir müssen es nur annehmen. Nicht der Masse folgen, denn dann kommt nur wieder Jeans und T-Shirt dabei raus.
Auch wenn ich noch stundenlang über mein Lieblingsthema referieren könnte, so will ich euch nicht weiter langweilen. Ich überlege ja nun schon seit dem zarten Alter von fünf- denn da trug ich mein erstes Prinzessinnenkleid- wie ich meine Modeträume umsetzen kann.
Ich weiß, meine Ansprüche und ihre Umsetzung liegen Welten auseinander. Aber irgendwie muss ich ja mal anfangen. Irgendwie kam mir heute der Spruch "Princess for one day" in den Sinn. Ist das ein Filmtitel? Ich weiß es nicht. In der Wochenend-Beilage unserer Tageszeitung stand auf der Titelseite in grossen Lettern "Einmal Prinzessin sein". Das ist mir nicht genug. Ich will das jeden Tag.
Darum: Bärbel Born proudly presents: Princess for all days.
Ein erster Versuch. Das ärmellose, grüne Kleid war die Ausgangsbasis für alle weiteren Überlegungen. In einer 99er Burda, die ich erst kürzlich ergattern konnte, war es dieses schlichte Kleid, das es mir so sehr angetan hatte! Ich werde darüber noch ausführlich berichten, es liegt halbfertig auf meiner Pfaff.
Die übrigen Kleidungsstücke sind bisher reine Phantasie. Gerne hätte ich daraus eins dieser tollen, von Sonnenschein initiierten SWAPs gemacht. Doch es fehlt mir an den geeigneten Stoffen, darum werde ich diese nach und nach zusammensuchen müssen. Für einen ordentlichen SWAP (sewing with a plan) braucht es aber alle Stoffe und Schnitte bereits bevor man den ersten Nadelstich tut. Da kann ich nicht mithalten.
Ich habe nur diese kleine Skizze hier. Aber es ist ein Anfang. Sie stellt eine kleine Grundgarderobe dar, die sich an mittelalterlichen Stilelementen bedient. Sie ist NICHT mittelalterlich, diese Mode hatten wir ja schon zur Genüge, wozu nochmal wiederholen?
Aber alle Elemente an den Moden der Vergangenheit, die MIR gefallen, möchte ich aufnehmen. In diesem Fall die langen, graden Rockschnitte. Lange Ärmel an der Bluse und wallende Hüllen beim Mantel. Letzterer soll aus einem sehr groben Stoff oder Strick gearbeitet werden. Die weite Hose mit einer angedeuteten Schnürung vorne entspringt dem Wunsch, den Grundgedanken eines SWAP- die Kombinierbarkeit aller Kleidungsstücke untereinander- mit meinen mittelalterlichen Elementen zu verbinden. Hosen gab es nicht für Frauen, also denke ich mir eine aus, die UNTER dem grünen Kleid getragen werden kann.
Der beigefarbene Unterrock kann gegen andere bodenlange Röcke, die ich bereits besitze, ausgetauscht werden.
Soweit meine Ideen. Ich hoffe, dass sie auch bald Wirklichkeit werden. Vor allem hoffe ich, das mein Grundgedanke auch funktioniert: Von der Vergangenheit nur das Beste, abgewandelt auf heutige Gewohnheiten und Bedürfnisse. Will sagen: Mit dem Klamotten muss Frau auch autofahren können! ![]()

Messe-Spaß
Monday, October 23. 2006
Habe ich gesagt die Spielemesse in Essen war Stress? Och nö..... Jetzt, da ich mich wieder richtig ausgeschlafen habe, sind Mühsal und Anstrengung vergessen, die Bilder gesichtet, aus Geschehen wird Erinnerung.
Erst jetzt habe ich gemerkt, dass ich trotz Digicam keinen meiner Freunde geknipst habe. Mist. Ich hoffe nun auf deren Bilder, so hat zum Beispiel ein Freund aus meinem Larp-Clan immerhin Bilder von mir gemacht, ich wette, er hat auch ein paar von sich selbst dabei. Nun heisst es abwarten.
Aber was ich so vor die Linse bekam, kann ich euch berichten. Und trotz allem Spielkram und Stempelfieber, es war sogar ein Klitzekleinesbisschenwas für Schneiderinnen dabei... ![]()
Zum Auftakt zeige ich euch erst einmal unseren Stempelstand komplett (für die grossen Bilder auf die kleinen klicken!):
Die nette Dame in orange ist meine Stempelfreundin Yvonne. Sie hat den kleinen, aber feinen Stempelladen Kaleidoskop in Solingen. Der Internetautritt ist grottig, aber wir arbeiten dran.
Nach vielen Jahren mit Messeauftritten hat Yvonne sich nun für ihren Stand neue Vorhänge genäht. Als sie mir mitteilte, sie wolle dafür roten Pannesamt verwenden, hat es mich zunächst gegruselt, aber als ich das Ergebnis sah, war ich positiv überrascht. Die Grundfarben Rot, Gelb und Orange lassen ihren Stand frisch und fröhlich wirken.
Mit langem Arm und Selbstauslöser habe ich mich vor der Kasse geknipst:
Meine Kamera blitzt alles tot was zu nah dran ist, aber wer will schon so genau meine Fr..., äh Nase sehen. Im Hintergrund seht ihr Embossingstifte, kleine Stempelkissen und natürlich Stempel. Mein Outfit (wollt ihr das wirklich wissen?) besteht aus einer schwarzen, durchsichtigen Bluse, die ich Ende der 70er mal in einem Indien-Laden gekauft habe (wer erinnert sich noch?)
Das Mieder ist ein Pseudo-Schnürding von Otto, da es stretcht, zieht man es einfach über und die Schürung ist nur Deko. Egal, Hauptsache mittelalterlicher Touch. Untenrum hatte ich einen alten Rock ausgegraben, den ich mir mal vor rund 15 Jahren genäht, und seitdem nicht mehr angezogen hatte. Ja- ich hebe meine Sachen so lange auf! Und siehe da: Bluse und Rock kamen nach 25 bzw. 15 Jahren wieder zum Einsatz! Yeah!
Da ich beinahe täglich meine irren 5 Minuten hab´, entstand in diesem Zeitraum vor Messebeginn am Freitag dieses nekische Bild links. Der Titel: "Ich liebe Stempel!" Und auf welchen Stempeln räkele ich mich da so lasziv? Das wollt ihr wohl wissen, was? Ja, ihr sollt es erfahren: Zum Beispiel hat Yvonne Text-Stempel wie diesen hier rechts (klick auf´s Bild):
Der neckische Text wurde einer amerikanischen Vorlage abgeschaut, in der es hieß: I´m not fat, I´m fluffy. Die deutsche Übersetzung ist ganz brauchbar, besser ging´s nicht. Geschrieben habe ich die Vorlage für den Stempel höchstpersönlich, was mich mit einem nicht geringen Gefühl von Stolz erfüllt. ![]()
Ich hab´ Yvonne noch andere Stempel gemalt, was einen Nicht-Stempler verwundern mag. Aber wenn man weiß, was man mit Stempeln machen kann, dann weiß man auch, dass dies mit einer Zeichnung nicht geht. Oder könnt ihr mit einem Bleistift einen schönen Abdruck in Siegelwachs machen? Mit einem Gummistempel geht das!
Und wenn man dann einmal mit der Stempelei angefangen hat, sagt man schnell das, was auf dem Stempel links zu sehen ist (click the pic). ![]()
Aber mein Schmankerl für meine lieben Nähmädels kommt hier ----------->
Cooler Stempel, gell? Ich hab´ ihn erst am Stand gesehen, das Motiv war neu und ich kannte es noch nicht. In der Gummi-Wühlkiste habe ich dann noch einen Stempel mit einem Nadelkissen gefunden, welches nun meinen Fundus erweitert. Man kann halt nie genug (Stempel) haben!.
Den letzten Stempel, den ich euch heute zeigen möchte (dann habt ihr es überstanden) ist ein Zauberhut. Den mag ich besonders, und darum habe ich bei den Messe-demos auch viel damit gestempelt. Zum Bespiel das hier:![]()
Und so etwa noch 200 weitere Karten, ein paar seht ihr hier. Die meisten Musterkärtchen habe ich nur gemacht, um den Messebesuchern die Grundlagen des Stempelns zu zeigen. Da diese kleinen Stempelarbeiten natürlich in der Kürze der Zeit keine schöne Karte ergeben, habe ich sie auch meistens gleich verschenkt. Kinder konnten ein Kärtchen mit ihrem Namen in Goldschrift mitnehmen, Erwachsene durften sich auch schon mal einen Wunschtext aussuchen.
Eine andere Stempel-Bekannte hat für Yvonne schöne Musterkarten gebastelt, die am Stand auf grosse Bewunderung stießen. Zwei davon möchte ich euch zeigen:
Gestempelt sind die Tauben/Engel/Schriften/Kinderwagen/Blümchen. Ich selbst bevorzuge eine ganz andere Art des Stempelns, aber dennoch finde ich die Karten wunderhübsch.
Zu guter Letzt zeige ich euch noch gross und in Farbe, wie mein Messe-Frühstück aussah. Womit der Titel des heutigen Eintrags "Messe-Spaß" ein wenig ad absurdum geführt wird, aber am letzten Tag bekam ich endlich (!) meine Tasse Kaffee, das hat mich mit aller Unbill der vorangegangenen Tage versöhnt.

Messestress
Sunday, October 22. 2006
Die Spielemesse 2006 in Essen ist vorbei! Gott sei Dank. Als Besucher hätte ich bestimmt meinen Spaß gehabt, aber als Mitarbeiter waren die beiden letzten Tage der pure Stress!
Die beiden ersten Tage der Messe waren sehr gemütlich, und ich konnte ganz bequem diverse Freundschaften ausbauen bzw. neu knüpfen. Aber dann kam das Wochenende: Normalerweise liegt die Spielemesse in den Herbstferien. In diesem Jahr sollte alles ganz anders sein. Messe nach den Herbstferien ist nicht gleich Messe in den Ferien. Eigentlich logisch. Während der Ferien haben Eltern mit schulfpflichtigen Kindern die Gelegenheit, sich bereits wochentags in Spielen und Angeboten zu tummeln. Studenten kommen schon am Donnerstags, wenn die Messe öffnet. Diesmal ging der "Betrieb" also erst am ersten schulfreien Tag los, dem Samstag. Gestern abend war ich so platt, dass ich nur noch (mit Klamotten!) ins Bett gefallen bin.
Und dabei hatte ich mir alles so schön ausgemalt: Freitag hatte ich zufällig gehört, dass Samstag um 14 Uhr eine LARP-MODENSCHAU stattfinden sollte! Also hab ich mich in eine larpige Schale geschmissen (Ist es euch schon mal passiert, dass ihr (abknöpfbare) Ärmel verlegt habt? Ich musste mit meinem Druidenkleid OHNE Ärmel los, zur Not tat es dann auch ein langärmeliges, schwarzes T-Shirt "drunter", was ziemlich genau wie ein Outfit aussieht, an dem ich grade arbeite. Ulkiger Zufall) und die Digi-Cam meiner Tochter eingepackt, damit ich endlos Bilder für EUCH machen konnte.
Aber um 14 Uhr war unser Stempelstand so proppenvoll mit Menschen, dass ich meine Freundin Yvonne unmöglich allein lassen konnte! Als sich dann endlich die Reihen der Besucher lichteten, bin ich rübergespurtet, um mit meinem Freund Robert zu sprechen, denn er wollte die Modenschau als Journalist für ein Magazin in Wort und Bild festhalten. Ich hab´ den
armen Mann beim "Mittag"essen gestört (um halb sechs, wenn normale Leute ans Abendbrot denken. Eine Runde Mitleid für uns armen Messe-Malocher bitteschön) und so lange genervt, bis er mir mit halbvollem Mund versprach, mir Bilder der Modenschau zukommen zu lassen. Jipeeee! Also werde ich baldmöglichst hier zeigen, was er und sie so im LARP tragen. Wie Robert sagte, wäre viel Metall gezeigt worden, hehe. Er meinte die allseits beliebten Plattenrüstungen der Herren. Da können wir Hobbyschneiderinnen nicht mithalten, schnüff. Ich werde mich demnächst in Metallbearbeitung üben, aber bestimmt nichts, was Schwerthiebe und Pfeile abhalten kann. Jetzt warte ich auf die Fotos von Robert, damit ich euch den einzigen nähtechnischen Input geben kann, den die Spielemesse in Essen zu bieten hatte.
PS: Eine Freundin wies mich darauf hin, dass in der ganzen großen Halle 6 der Messe, in denen sich jede Menge Larp-Anbieter von fertig genähten Kostümen tummelten, nicht ein einziger Anbieter von SCHNITTMUSTERN befunden hätte. Eine Marktlücke? Bemerkenswert ist ja auch, dass ca. 80 Prozent der Larper männlichen Geschlechts sind. Und
wie es mit Schnittmustern für Jungs, noch dazu historischen, aussieht...das wissen wir ja alle. Also wenn mir jemand die Schnitte macht (gerne nach meinen Entwürfen
), ich verkaufe sie wann und wo ihr wollt! Zum Beispiel auf der Spielemesse.
Waffen der Frauen
Friday, October 20. 2006
Ich kam grade nach einem 10-Stunden-Tag von der Spielemesse in Essen zurück, und hab das Allernötigste am Rechner gemacht: Nowaks und Sonnenscheins Blog gelesen, sowie in mein Clan-Forum geschrieben. Dann wollte ich den PC runterfahren und ins Bett, aber nur noch mal kurz bei Burda reingeschaut.
Und was sehe ich? Die können Gedanken lesen! Schaut mal da:
Ja! Vintage! Wie lange habe/n ich/wir darauf gewartet? Immerhin haben die doch die alten Schnitte im Schrank liegen, oder? (Es gab mal Retro-Look zum Jubiläum, aber die Schnitte waren nur angelehnt an den Stil eines bestimmten Jahrzehnts!)
Oft habe ich das Argument gehört, dass die Frauen von heute andere Figuren haben. Mehr.....legère. Formlos auf gut deutsch. Damals hat man sich in den berühmten Hüfthalter gezwängt, der einen umbrachte. Wir leben frei und ungezwungen heutzutage.
Mich würde nun brennend interessieren, ob der Schnitt wirklich "original" ist, oder- was viele Schnitthersteller machen- auf die heutigen Figuren und Unterwäsche angepasst.
Ich persönlich bevorzuge 3 Meter Stoff hinter mir. Mittelalter auf heutige Verhältnisse abgewandelt. Aber einengend? Doch in meiner Familie gibt es einen erklärten Freund dieser schmalen, engen Linie: Meinen Mann!
Seit Jahren liegt es mir in den Ohren damit. Er liebt die 50er! "Damals hatten die Frauen noch Kurven!" (Hab´ ich etwa keine?
) Als er das Burda-Kleid sah, leuchteten seine Augen. "Ja, damals hatten die Frauen..." den Rest kennt ihr ja.
Ich glaube dieses Kleid steht nun auch noch auf meiner To Do Liste, die lang und länger wird. Was mein Mann wohl sagen wird, wenn ich wirklich jemals in einem solchen Fummel vor ihm stehe. Wie war das mit den Waffen der Frauen? Ich glaube ein solches Kleid ist eine davon!
Spielemesse Tag eins
Thursday, October 19. 2006
Heute startete die Spiel 06, die Spielemesse in Essen. Dort hat meine Freundin Yvonne Leistner von Kaleidoskop einen Stand. Da ich ja lange Jahre Stempelprofi war, und wir aus dieser Zeit befreundet sind, habe ich mich als Demotante für die gesamte Messe bei ihr verpflichtet. (falls ihr also in Halle 10, Stand 10-06 kommt, sagt Hallo)
In unserer Halle tummeln sich hauptsächlich die Brett- und Gesellschaftsspieler. An einer Unmenge von Tischen können die Besucher alle Spiele ausprobieren. Das Konzept finde ich vor allem hilfreich für Leute wie mich...jedes Jahr stellt sich in meiner kleinen Familie auf´s Neue die Frage: Welches Spiel schenken wir uns zu Weihnachten? Denn in den faulen Tagen zwischen den Jahren nutzen wir die freie Zeit immer gern, um im Kreise der Familie stundenlang zu spielen. Wir siedeln und suchen Kartenpaare und klettern mit unseren Geistern die Treppe hoch. Das Spiel "Die Geistertreppe" hatte ich auf einer ähnlichen Messe kennengelernt. Da ich das Spiel in Aktion gesehen hatte, wusste ich wie viel Spaß es macht. Ohne Mitmachtisch hätte ich das nie erfahren. Heute sah ich das neue Spiel von den "3 Magiern", leider hatte ich noch keine Gelegenheit es mal auszuprobieren. Das hole ich morgen nach! Und wenn es mir gefällt, liegt es am 24.12. unter´m Tannenbaum.
In meiner Demo-Pause ging es auf direktem Weg zu Halle 6. Dort findet man alles, was sich dem Themenfeld "LARP" zugehörig fühlt. Also Klamotten, Rüstungen, Larp-Waffen, Filmanbieter, Mittelaltermusik, larpiges Zubehör, Fantasyschmuck, Vereine für Rollenspieler und Con-Veranstalter. Als ich das letzte Mal dort war, konnte ich mit dem ganzen Kram nichts anfangen, da ich noch nicht aktiv gelarpt hatte. Diesmal sprachen die feilgebotenen Waren schon eine ganz andere Sprache: Aus einem bunt angemalten Gummiding wurde für mich eine Zwergenaxt, Draht mit Nylon war plötzlich ein Feenflügel, und aus den vielen Verrückten in der Halle schälten sich diesmal einige nette Gesichter heraus, die ich bereits auf Larp-Conventions kennenlernen durfte. So wurde der leider viel zu kurze Aufenthalt in der Halle 10 zu einem kleinen Wiedersehen mit netten Freunden.
Einen davon habe ich in den vergangenen 10 Jahren lediglich einmal zu Gesicht bekommen: Robert Vogel. Wer sich in der SciFi-Szene tummelt, sollte ihn kennen. In Essen hat er sich in den Dienst der Fantasy-Fans gestellt, und promoted dort bis Sonntag eine Filmproduktion von deutschen Laienschauspielern, die ihr Faible zum Genre verbindet. Der Film "Kriegerherzen" ist eine Arbeit von Fans für Fans. Robert hatte ihn bereits vergangenen Winter auf einer Fanveranstaltung (Trek Dinner Köln) vorgestellt, leider habe ich den Film bis dato noch nicht gesehen, nehme mir aber vor, es bald nachzuholen.
Robert ist ein Mensch, den man einfach gern haben muss! Er ist nicht nur knuffig und süß, er ist auch unermüdlich unterwegs im Auftrag von SciFi und Fantasy. Bei unserem kleinen Smalltalk heute in Halle 10 hat er mir berichtet, wann und wo er sich diesen Winter noch rumtreiben will... gelegentlich ist er an 2 Orten zur gleichen Zeit. Er hat mir sein Geheimnis, wie er das anstellen wird, auch verraten, aber ich schweige wie ein Grab! ![]()
Mein lieber Robert treibt sich mit Vorliebe auf Filmsets herum. Er kann Anekdoten erzählen, die für mindestens 5 Wochen am Kamin ausreichen! Aber seht selbst (ich hoffe er verzeiht mir den "Bilderklau"...), hier seht ihr Robert wie er leibt und lebt! Ich drück Dich (auch) Robert!

Ich wette, solche Sets hat er gern.
Mit welchen Promis aus TV und Kino er sich sonst noch so getroffen hat (meine Güte, er hatte sogar eine Gastrolle in Stargate!) seht ihr auf seiner Website, für Stargate-Fans hier lang: Robert in Stargate.
Ich habe ja noch 3 Tage, um Robert ein bisschen zu piesacken. Und die Larp-Halle werde ich noch so oft wie möglich aufsuchen, immerhin gibt es da jede Menge kreativer Gewandungen! Ich hatte das Gefühl, man sieht mir an wenn ich ein Kleid scanne, analysiere, mir Stoff, Verarbeitung und Schnitt merke, sowie die Besonderheiten und Embellishments einpräge. Ich habe kaum gewagt, ein Kleid länger als 1 Sekunde zu fixieren... noch 3 Tage, macht dann 4 Sekunden pro Kleid. ![]()
Am Nachmittag lief mir dann doch noch eine ahnungslose Larperin in die Arme! Ihre ganz harmlose Frage nach Stempeln, die einen Siegelabdruck imitieren, wurde mit einer halbstündigen Stempelfolter von mir belohnt! Ein paar Hobbyschneiderinnen kennen meine Begeisterung für Stempel ja bereits aus Aachen... "wehe wenn sie losgelassen". Nach der 30-minütigen Einführung in die Wunderwelt der Stempel nahm sie eine kleine Erstaustattung mit. Beim Erklären der Grundtechniken hatten wir ganz neue Ideen, wie man Stempeln und Larp verbinden kann. Da tun sich Möglichkeiten auf.... meine Güte, dass ich daran noch nicht gedacht habe! Dass man mit Stempel in Siegelwachs (bei Gelegenheit mache ich dazu mal eine kleine Bilderanleitung!) drücken kann ist für MICH ein alter Hut, aber wissen das auch die Larper? Und Ideen, wie man einen ollen Gummistempel larptauglich machen kann... die hab´ ich nun massenhaft! Mittellande- here I come! (Zu deutsch: Imaginäre Welt des Larp, jetzt komme ich! (mit meinen Stempeln.)
Oops, PS: Am Morgen bekam Yvonne einen mobilen Anruf, aus dem ich schliessen konnte: Sie hat heute Geburtstag! Und ich Dummdödel hab´ es mal wieder nicht gewusst! Danach habe ich heimlich kleine Zettel geschrieben: "Yvonne hat heute Geburtstag" und allen Freunden am Stand heimlich untergeschoben, hihi.
Jedes Mal hab´ ich von Yvonne ´ne Kopfnuss bekommen, Gemeinheit! (Nein Yvonne, ich fand das NICHT peinlich!
)
Catwork
Tuesday, October 17. 2006
Habe ich tatsächlich ein Internet-Angebot von Burda übersehen? Heute las ich im Blog von Nowak vom "Catwork", dem Nachwuchs-Designer-Wettbewerb von Burda. Na gut, die Abstimmung, an der nun Besucher der Homepage teilnehmen können, wurde heute hinzugefügt. Also doch nix verpasst, puh. Aber warum heisst der Wettbewerb Catwork? Nowak vermutet, der Name (zu deutsch "Katzenarbeit") hängt mit der mangelnden Entschlusskraft von Stubentigern zusammen. Genau wie Katzen mangelt es den Kreativen der Modeindustrie an dem ultimativen letzten Wort, modetechnisch wäre das wohl "Und das ist jetzt Mode und bleibt es auch!"
Nun, ich denke, Catwork ist eine Wortspielerei, abgeleitet von Catwalk, denn so heissen ja die Bretter, die die Modewelt bedeuten. (Aber ich vermute, Nowak will uns nur testen, und mal sehen, was wir so alles assoziieren.)
Nowak hat ja auch schon eine kleine, aber feine Auswahl aus den angebotenen 30 Entwürfen getroffen. Nachdem ich mir nun meinerseits alle mal in Ruhe angeschaut habe, konnte ich die Entwürfe grob in 4 Gruppen einteilen:
- Schöne Zeichnungen, aber untragbar oder langweilig
- Seltsame, nur auf Wirkung bedachte Bilder, wer soll da was tragen?
- Uninteressante oder gar schlechte Zeichnungen, aber interessante Modelle
- Gute Zeichnung, interessante Modelle
Sollte ich nun abstimmen, welche ZEICHNUNGEN mir am besten gefallen, hätte ich diese hier erwogen (auf der Burda-Seite könnt ihr die grossen Bilder dazu sehen):
Auch eine sehr schöne Zeichnung ist diese hier, nur leider kann ich mit dem gezeichneten Röckchen so gar nix anfangen:
Das folgende Kleid würde ich wahnsinnig gerne mal tragen, aber dann muss mir die Designerin erklären, wie ich ins Auto komme. Oder zur nächsten Party laufen?
Auch das Make-Up ist noch stark diskussionswürdig! Und: Ich muss ständig an Thierry Mugler denken, wenn ich das Teil sehe.....
Und welche Skizze ist nun mein persönlicher Sieger? Nun, ich habe eine einzige Skizze gefunden, in der die Qualität der Zeichnung, die Aufbereitung der Grafik und gedachter Schnitt nebst wirklich tragbarer Kombination eine gelungene Verbindung eingehen:
Einen Hintergedanken hatte ich dabei auch noch: In der Oktober-Ausgabe der BurdaModen 2006 wurde ein Siegermodell, der Mantel von burda-Award-Siegerin Svea Röder, als Schnitt beigefügt. (Leider übrigens OHNE die sehr interessanten gerafften Schultern!!!). Vielleicht haben wir ja Glück, und können das obige süße Kleidchen nebst der witzigen Jacke mal in einer zukünftigen Burda bewundern und nachscheidern. Das wird dann unsere "Catwork" für den Catwalk in der Fußgängerzone ![]()






